Operation mit Nebenwirkungen

Man entfernte mir einen Lungenflügel. Man sagte mir, ich muss dieser Operation zustimmen, ansonsten würde ich daran erkranken und irgendswann einfach nicht mehr existieren. Ich glaubte immer, dass man ohne den zweiten Flügel nicht leben kann und traute mich nicht mich von meinem Organ zu lösen. Doch vor wenigen Wochen stimmte ich der Operation zu, denn wenn ich mit diesem Lungenflügel weiterleben wollte, würde es meinen ganzen Körper vergiften. Die Operation nahm viel Zeit in Anspruch, schliesslich war der Lungeflügel ein wichtiger Teil in meinem Leben. Er war das Ying zum Yang! Und heute sitze ich im Zug und spüre die heftigen Nebenwirkungen. Ich frage, ob es wohl eine gute Entscheidung war. Ich weiss, es hätte mich in den Abgrund gezogen. Ich vermisse meinen Lungenflügel. Ich spüre die Abwesenheit und das schwarze dunkle Loch, dass sich in meiner Brust ausbreitet. Eine leere erfüllt mich. Ich sehe die Menschen die beide Lungenflügel haben und sehr glücklich scheinen. Gott möge mir nur die Schmerzen nehmen.

Und nun ersetzt „Lungenflügel“ mit „beste Freundin“.

Veränderung

Ich weiss..ich habe bestimmt 100 Jahre nichts mehr geschrieben. Es kommt mir auf jeden Fall so vor. Ich hätte bestimmt 1000 Geschichten gehabt, die Euch erzählen wollte. Kennt Ihr das, wenn euer Kopf sagt, dass Du dies und jenes solltest und euer Körper sich nicht aus der bequemen Haltung lösen will? Das hatte ich von März bis Mittwochabend. Veränderungen geschehen, solche die wir bemerken und solche die ganz leise und unbewusst passieren.

Ich konnte mich aus meiner einwöchigen Depression befreien. Es kam alles zusammen und daher mein Rückschlag. Heute fühle ich mich frei und lebendig. Es hat sich viel getan in letzter Zeit. Männer sind in mein Leben getreten und sind wieder gegangen, grosse Hindernisse stellten sich mir in den Weg, die ich meisterhaft bewältigt habe. Nun steht der Entschluss fest – ich werde Psychologin! Die grösste Angst war, dass ich es nicht hinkriegen und kläglich scheitern werde. Diese Angst verfliegt jedoch mit jeder Information mit jedem Funken Hoffnung der mir zu fliegt.

Temperament lässt sich nicht alles gefallen!

Warten.. Mein Blick schweift über das ganze Gelände. Ich habe den Platz an dem Fenster gewählt. Es ist ein süsses nicht allzu grosses Café. 8.30 Uhr er sollte bald kommen. Mein Magen spielt ein wenig verrückt. Mit jeder Sekunde werde ich nervöser. Nicht weil ich ängstlich bin sondern weil ich aufgeregt bin ihn wieder zu sehen.

Na toll.. „Guten Morgen..:* „, und ich frage mich schon wo er bleibt. Aha da haben wir es, ich sagte 8.30 Uhr und er dachte 9.15 Uhr. Genervt verlasse ich wieder das Café und geh ins Büro.

Fakt ist: Mann bleibt immer Mann! Egal in welchem Alter, wenn sie schusselig als junges Ding waren, werden sie es auch noch mit 45 sein! Ich weiss, dass ich sehr temperamentvoll bin – aber zurzeit braucht es sowieso nicht viel. Versetzt zu werden, ist etwas, dass ich gar nicht mag! Prinzipiell müsste ich mich nicht nerven. Mein Stolz lässt es auch nicht zu wieder ins Café zu gehen. Ich nehme mir die wenigen Minuten und hoffe schliesslich hoch gehen zu können.

Ich bin keine Gentlefrau – ich geniesse und erzähle

Nun sitze ich hier in meinem Bett und schreibe über meine Glückseligkeit. Ich spüre es von ganz tief innen heraus strahlen. Das Lächeln breitet sich automatisch über mein Gesicht aus. Er hat mich in eine Zeitmaschine gesetzt und mich in die Vergangenheit gefahren. Von Was ist deine Lieblingsfarbe? , Was ist dein Lieblingsgericht? , hinüber zu „Was war deine schönste Reise?“. Solche Fragen stellt er mir. Wenn ich mich recht besinne, wollte nie ein Mann die Antworten auf diese Fragen von mir. Es ist einfach mit ihm. Heute fragte ich noch, wieso es immer kompliziert sein muss, wenn es auch einfach geht. Siehe da, es funktioniert. Man muss sich nur im Klaren sein, was man sich wünscht. Morgen um 8.30 Uhr werden wir uns zum Kaffee treffen. Der Tag wird bestimmt bezaubernd beginnen. Das letzte was er mir schrieb bevor er zu Bett ging war, dass er sich auf die frühen Morgenstunden des Freitags freue.

In guter Gesellschaft

Gestern dachte ich noch, dass ich diesen Mann toll finde. Heute sieht es wieder anders aus. Ich finde es schrecklich wie schnell man von einem anderen Menschen beeinflusst werden kann. Ich möchte nicht ins Detail. Das war als würde ich für Chris Evans oder Johnny Depp schwärmen.

Gehen wir zum nächsten Thema. Es geht hier auch um eine männliche Persönlichkeit. Er hat irgendetwas Geheimnisvolles an sich, obwohl er offen spricht. Ich will nicht zu spät merken, dass er ein toller Mann ist und ich wieder den richtigen Augenblick verpasse. Es ist zwar alles noch ganz am Anfang, aber ich fange an Tagträume zu haben, wenn er vor mir sitzt! Heute ass ich mit ihm und einem Arbeitskollegen zu Mittag. Als besagter Mann mit meinem Arbeitskollegen über etwas plauderte, war mein Kopf bereits irgendwo anders. Ich wurde stetig aus meinen Gedanken gerissen, da er mich ins Gespräch mit einbeziehen wollte. So wie er mich kennen gelernt hatte, wusste er, dass ich keine schweigsame bin. In mir bildete sich die Frage, ob ich zu viel hinein interpretiere. Vielleicht sieht er mich nur als nette Gesellschaft. Nur als eine junge Frau, dass in seinen Augen reif genug ist mit einem 17 Jahre älteren Mann mithalten zu können. Das habe ich noch nicht heraus gefunden, aber dass wird sich bald ändern. In der Planung ist: essen gehen, Kino besuch und noch weitere Dinge, die ich leider nicht mehr ganz so präsent habe. Egal was daraus wird, Fakt ist: ES IST SCHÖN MIT IHM! 

Soll ich es wagen..?

Ich sehe ständig diesen einen Mann. Er ist wie Kryptonit! Wenn er in den Bus steigt, dann löst er etwas in mir aus, dass ich nicht beschreiben kann. Bis vor kurzem wusste ich nur an welcher Haltestelle er mich verlässt. Wie das Schicksal spielt, wurde mein Wissen erweitert. Die folgende Geschichte belustigt mich immer noch.

Wie eben erzählt war mir weder sein Name noch sonst was bekannt. Da mich mein Bruder um den Gefallen bat, reaktivierte ich sein Profil bei Facebook. Später am Abend als ich bei meinem Bruder und seiner Familie zum Abendessen eingeladen war, haben wir gemeinsam sein Profil aktualisiert. Da traf mich der Blitz! Riesengross im schwarzweiss Effekt ein Bild von jenem Mann den ich so bewundere. Ich stockte und frage schnell, ob mein Bruder ihn kenne. Er bejahte dies und entgegnete mir mit seinem Namen. Das war er also! Als ich dann endlich in meinem Bett war, öffnete ich Facebook und stöberte auf dem Profil von Mr. X. Ich schluckte und hoffte nur noch, nicht auf eine Freundin stossen zu müssen. Nach langer Recherche, fand ich heraus, dass er keine 100 m von meinem Büro entfernt arbeitet. Was für ein Zufall?! Schön, ich weiss so viele Dinge über ihn und mir ist nicht mal klar, ob er mich überhaupt bemerkt hat. Tolle Sache. Er ist mir Heute um 12 wieder über den Weg gelaufen, jedoch war er nicht alleine. Vermutlich war er mit seinem Arbeitskollegen essen. Ich hatte mir fest vorgenommen ihn nächstes Mal anzusprechen à la „kennen wir uns?“. Ehrlich gesagt, dachte ich das zu Beginn auch. Ich mutmasste herum, er sei mit mir in die Schule. Falsch gedacht. Das gute an der ganzen Sache ist, dass er nicht in Kenntiss ist von all dem und ich meine Karten geschickt ausspielen kann. Also Schicksal, bitte arrangiere mir ein treffen! Danke…